Eis, die 10 minuten Geschichte
An dem heißesten Tag des Jahres entschlossen sich Mats und sein bester Freund Fred dazu ein Eis essen zu gehen. Das war eine sehr sehr dumme Idee. Die beiden waren frisch aus dem Pool gestiegen und genehmigten sich gerade ein kaltes Glas Wasser, als ihnen der Einfall kam.
„Sorellis ist keine 100 Meter entfernt.“,
meinte Mats.
„Also entweder die sind umgezogen, oder du hast nen Hitzeschlag, denn Sorellis ist mindestens einen halben Kilometer entfernt von hier.“,
witzelte Fred zurück.
„Aber jetzt so ein Eis...“
„Vergiss es. Ich gehe heute nochmal in den Pool und nach Hause, wenn es dunkel ist, aber mich kriegen bei der Hitze keine 100 Eisverkäufer zu Sorellis.“
Mats dachte hart darüber nach, wie er Fred mitziehen könnte.
„Ich spendiere das Eis.“
„Vergiss es.“
„Vielleicht ist die Verkäuferin mit den braunen Augen da.“
„Lass mich erst noch was trinken, dann gehen wir.“
Die Mission war geglückt. Nach einem weiteren Wasser für Fred standen die zwei vor der Haustür. Die Sonne brannte auf die beiden nieder. Ihre Badehosen hatten sie angelassen. Ihre T-Shirts waren rot und Grün. Ein schwarzes T-Shirt wäre womöglich einfach in Flammen aufgegangen. Der Weg Bergauf trocknete die Jungs erst aus, aber als sie ankamen, waren ihre Badehosen wieder nass.
„Eine Kugel Zitrone, bitte.“
brachte Mats raus. Hinter der Theke stand nicht die Verkäuferin mit den braunen Augen, sondern ihre Mutter. Eine stämmige Frau, die die angenehme Kühle der Eis Truhe genoss und sich ein Lächeln über die verschwitzen Buben nicht verkneifen konnte.
„Und für dich?“, fragte sie Fred, mit ihrer rauchigen Stimme. Fred kippte einfach um. Als er Minuten später erwachte, sah er in die braunen Augen der Tochter der Eisverkäuferin. Fast hätte er gefragt, ob er im Himmel sei, konnte es sich aber noch verkneifen.
„Was grinst du so?“